Rezension | R. Sennett, Handwerk

IMG_3086Richard Sennett: Handwerk

Prolog

Spätestens seit der Erfindung der Atombombe und der Planung von Vernichtungslagern wissen wir welche Zerstörungskraft menschliche Schöpferkraft ins sich birgt.  Hanna Arendt und Robert Oppenheimer suchten die Lösung in einem äußeren moralischen Regulativ,  welches über technische Entwicklungen zu entscheiden hätte. Diesem Dualismus zwischen technischer Entwicklung und deren gesellschaflich-sozialer Anwendung widerspricht Sennett mit diesem Buch. Er möchte vielmehr wissen, „was das Herstellen konkreter Dinge über uns selbst verrät“(17), „weil es den praktisch tätigen Menschen zerlegt“ (16).

Sennett ist der Meinung, dass wir das „materielle Leben humaner gestalten, wenn wir das Herstellen von Dingen besser verstehen lernen“ (18). Es ist dem Menschen ein Grundbedürfnis, „eine Arbeit um ihrer selbst Willen gut zu machen“ (19). Dabei ist es in der westlichen Welt zu einem tiefgründigen Problem gekommen, Kopf und Hand miteinander zu verbinden, das „Streben nach handwerklichem Können anzuerkennen und zu fördern“ (20).

Darauf aufbauend entwickelt Sennett die Thesen, dass „alle Fertigkeiten, selbst die abstraktesten, mit einer körperlichen Praxis beginnen.“ (21) Und das „technisches Verständnis sich dank der Kraft der Phantasie entwickelt.“ (21).Dabei können „Widerstand und Vieldeutigkeit lehrreiche Erfahrungen vermitteln“ (21). Bei der Bewältigung sei Motivation wichtiger als Talent (22). Abschließend widmet er sich der Frage, inwieweit die „Arbeitsweise des Handwerkers den Menschen eine Verankerung in der materiellen Realität zu bieten vermag.“ (22).

Erstes Kapitel

Kriterien handwerklichen Könnens

  • Verbindung zwischen Fertigkeiten und Gesellschaft
      • A Konkurrenz (Westen)
      • B Kooperation (Japan)
  • Erlernen der Fertigkeiten
      • A  Fertigkeiten sind durch Übung erreichte praktische Fähigkeiten
      • B  Trennung zwischen Kopf und Hand schadet dem Kopf, da unzureichend ein  Rücklauf der Praxis erfolgt (Architektur)
  • Widerstrebende Qualitätsmaßstäbe
      • A  stillschweigendes, implizites Wissen, Gespür (Handwerk)
      • B  explizites Wissen (Akademiker)

 

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